Lebensstil und Allergieprävention

Jackie Swartz
Article-ID: DMS-18186-DE
DOI: https://doi.org/10.14271/DMS-18186-DE

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Einleitung: Die zunehmende Pävalenz von atopischen Erkrankungen bei Kindern kann mit einer Veränderung des Infektionsspektrums in der Kindheit, den Impfprogrammen und der intestinalen Mikroflora in Zusammenhang gebracht werden. Menschen, die einen anthroposophischen Lebensstil pflegen, setzen Antibiotika restriktiv ein, lassen ihre Kinder weniger impfen, und ihre Ernährung enthält lebende Laktobazillen, die die intestinale Mikroflora günstig beeinflussen können. Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Untersuchung des Auftretens von Atopien bei Kindern aus Familien mit einem „anthroposophischen Lebensstil" und des Einflusses dieses Lebensstils auf die Prävalenz von Atopien. Methode: In einer Ouerschnittsstudie wurden 295 Kinder von 5-13 Jahren in zwei Waldorfschulen bei Stockholm in Schweden mit 380 gleichaltrigen Kindern aus zwei benachbarten Schulen bezüglich der Anamnese von Atopien und infektiöser Erkrankungen, des Einsatzes von Antibiotika sowie sozialer und Umwelt bezogener Variablen verglichen. Es wurden Prick-Tests auf 13 verschiedene Allergene durchgeführt und Blutproben zur Analyse von Allergen spezifischem SerumIgE-Antikörpern von den Kindern und ihren Eltern genommen. Ergebnisse: 52% der Kinder aus den Waldorfschulen hatten in der Vergangenheit Antibiotika eingenommen im Vergleich zu 90 % in den Kontrollschulen. 18% bzw. 93% der Kinder hatten kombinierte Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln. 61 % der Kinder aus den Waidorfschulen hatten Masern. Milchsaures Gemüse, das lebende Laktobakterien enthält, wurde von 63% der Kinder aus den Waldorfschulen konsumiert, im Vergleich zu 4,5 % aus den Kontrollschulen. Die Prick-Tests und die Bluttests zeigten, dass die Kinder aus den Waldorfschulen eine geringere Prävalenz für atopische Erkrankungen aufwiesen als die Kinder aus den Kontrollgruppen. Es zeigte sich eine inverse Korrelation zwischen der Anzahl typischer Merkmale eines anthroposophischen Lebensstils und dem Risiko von Atopien. Schlussfolgerung: Die Prävalenz von Atopien ist bei Kindern aus Familien mit anthroposophischem Lebensstils geringer als bei Kindern aus anderen Familien. Anthroposophische Lebensstilfaktoren können das Risiko von Atopiem in der Kindheit verringern.

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