Gesundheitsförderung durch Sozialkunst, Kunst im Sozialen und ästhetische Selbsterziehung

Rita Eckart
Article-ID: DMS-20921-DE
DOI: https://doi.org/10.14271/DMS-20921-DE

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Aus der Sicht einer international in der Nothilfe von stART international e.V. engagierten Kunsttherapeutin werden die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Kunst-Tuns und Kunst-Rezipierens auf den Menschen beleuchtet. Die Anregung durch kreativ-künstlerische Betätigung ermöglicht eine Verlebendigung auf allen Seinsebenen gerade in krisenhaften Zeiten, wenn die Kraft für einen Neuanfang beinahe nicht reicht. Sozialkunst und Kunst im Sozialen werden verknüpft in der Aufgabe der internationalen Nothilfe und in Sozialkunstprojekten als Nachsorgemaßnahmen auf der Grundlage von Rudolf Steiners Die Nebenübungen. Die tägliche ritualisierte bildnerische Arbeit auf spiritueller Grundlage ist zur Selbststabilisierung geeignet. Sie hat sich in der Prävention, in biografischen Krisen, als Hilfe bei der Bewältigung von Erkrankungen und deren Folgen sowie in der Betreuung von traumatisierten Geflüchteten bewährt. Diese tägliche künstlerische Arbeit kann zu einem Akt der ästhetischen Selbsterziehung werden und hilft, im Leben wieder Fuß zu fassen. Anhand von zwei Projektbeispielen werden die Wirkfaktoren und ihre gesundheitsfördernde Wirkung dargestellt.

Promoting health with social art, art in the social sphere and aesthetic self education

An art therapist involved internationally in crisis support, stART international, a registered charity, considers the positive effects which doing art and being recipients of art have on human health. The stimulus of creative artistic activities revitalizes at all level of existence especially in times of crisis when there is barely enough strength to find a new beginning. Social art and art in the social sphere are brought together as the mission of the international crisis aid and in social art projects as a follow-up measure on the basis of Rudolf Steiner’s Secondary Exercises. Daily creative work on a spiritual basis and taking ritual form provides for self stabilization. It has proved effective in prevention, in biographical crises, as an aid in overcoming sickness and its consequences, and in caring for traumatized refugees. This daily art work can become an act of aesthetic self education and helps to find one’s feet again in life. Two projects serve as examples to show the active factors and their health-promoting effect.

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17 Fäth RJ. Designtherapie. Die therapeutische Dimension von Architektur und Design. Basel: Pforte Verlag; 2007.

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