Körperschema bei Essstörungen

Karl-Heinz Ruckgaber, Ines Dieffenbacher
Artikel-ID: DMS-20817-DE
DOI: https://doi.org/10.14271/DMS-20817-DE

Essstörungen, die mit einer verzerrten Wahrnehmung des eigenen Körpers einhergehen, nehmen vor allem im Kindes- und Jugendalter weiter zu und stellen Familien und Therapeuten vor große Herausforderungen. Der Artikel geht der Frage nach, wie sich ein gesundes Körperschema entwickeln und wie es zu Störungen der Wahrnehmung des eigenen Körpers kommen kann. Darüber hinaus werden therapeutische Zugangswege durch äußere Anwendungen, Heileurythmie und künstlerische Therapien dargestellt, die sich aus einem anthroposophischen Verständnis der psychophysiologischen Zusammenhänge ergeben und auf der psychosomatischen Jugendstation der Filderklinik erfolgreich zur Anwendung kommen.

Body image with eating disorders

Eating disorders accompanying a distorted body image are on the increase particularly in children and juveniles and are a major challenge for families and therapists. The questions considered in this paper are how it will be possible to develop a healthy body image and how distortions of the body image can develop. This is followed by a discussion of therapeutic approaches using external applications, eurythmy therapy and art therapies based on insights into the psychophysiological situation from the anthroposophical point of view. These approaches are used to good effect on the psychosomatic juvenile wards at the Filderklinik Hospital in Germany.

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