Anthroposophische Medizin

Die Anthroposophische Medizin ist eine Integrative Medizin. Sie begründet sich auf der Evidenzbasierten Medizin und dem anthroposophischen Menschen- und Weltverständnis. Sie wurde 1920 von der Ärztin Dr. med. Ita Wegman und dem Begründer der Anthroposophie Dr. phil. Rudolf Steiner initiiert und seither schrittweise weiterentwickelt. Anthroposophische Ärzte und Therapeuten versuchen, dem ganzen Menschen mit seinen körperlichen, lebendig-funktionellen, seelischen und geistigen Aspekten gerecht zu werden. Die Anthroposophische Medizin ist patientenzentriert, lebensnah und findet in unterschiedlichen Fachdisziplinen der Medizin wie beispielsweise der Onkologie, Kardiologie, Pädiatrie, Neurologie oder Psychiatrie Anwendung. Sie wird momentan weltweit in 22 Kliniken und einer Vielzahl an ambulanten Praxen und Therapeutika praktiziert.

Die Zugänge zur Anthroposophischen Medizin sind vielseitig. Dies begründet sich einerseits in ihrem Anspruch, wissenschaftlich und praktisch nachvollziehbar zu sein, andererseits in dem Anliegen, seelische und geistige Dimensionen des Menschseins in sinnvoller Weise zu integrieren. Inmitten dieses Spannungsfeldes seien vier Perspektiven näher betrachtet:

  • Anthroposophische Medizin im Kontext der Evidenzbasierten Medizin und ihr Beitrag zum Gesundheitswesen
  • Anthroposophische Medizin als Komplementäres bzw. Integratives Therapieverfahren
  • Anthroposophische Medizin als Heilkunst mit dem Menschen im Mittelpunkt
  • Anthroposophische Medizin als Spirituelle Medizin