Die Fieberwirkung unter hochdosierter Gabe von Viscum-Präparaten bei der Mistelerstbehandlung, Teil I

Reiner Penter, R. Dorka, B. Frühwirt, H. Lackner, B. Kegel
Article-ID: DMS-18132-DE
DOI: https://doi.org/10.14271/DMS-18132-DE

Die vorliegende Arbeit enthält die Ergebnisse und Erkenntnisse eines Forschungsprojektes über die Mistelfiebertherapie mit Temperaturen bis über 39 °C zu Beginn einer subkutanen Misteltherapie. Rudolf Steiner hatte 1922 die Fieberwirkung in den Vordergrund der Misteltherapie gestellt, ohne diese genau zu differenzieren. In der Folge wurde lange Zeit die Fieberbildung bis in subfebrile Bereiche präferiert. Aufgrund klinischer Erfahrungen wurde die Frage nach systematischen Untersuchungen zum mistelinduzierten hohen Fieber über 39 °C gestellt. Therapiert und untersucht wurden insgesamt 31 Krebspatienten über 18 Jahre mit soliden Tumoren unterschiedlicher Ausbreitung und Lokalisation, die noch keine Mistelbehandlung erhalten hatten. Bei Ihnen wurde mindestens zweimal höheres Fieber mit hoher Misteldosierung (ABNOBAviscum®, Verdünnungsstufe 2) in Abständen von drei bis sieben Tagen hervorgerufen. Die Dosierung richtete sich nach dem zu erreichenden Ziel (hohes Mistelfieber) und wurde individuell variierend vorgenommen, ebenso die Wahl des Wirtsbaumes. Es erfolgten breit gefächerte, parallel laufende Untersuchungen über Körpertemperatur, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Puls-Atem-Ouotient, Herzfrequenzvariabilität, rotes und weißes Blutbild, Befindlichkeit, seelisches Verhalten und Persönlichkeitspräsenz. Bei 30 Patienten konnte der Verlauf des Mistelfiebers untersucht werden. Die Wirkungen des Mistelfiebers drei Wochen nach Beginn derTherapie wurden bei 22 Patienten vollständig dokumentiert und ausgewertet. Drei Monate nach Beginn der Mistelfiebertherapie konnten Untersuchungen an 8 von diesen Patienten vorgenommen und ausgewertet werden. Die Untersuchungen ergaben einen misteltypischen Verlauf des hohen Fiebers über 39 °C, von dem es zwei einander polare Abweichungen in Richtung eines überstarken und eines zu schwachen Mistelfiebers gab. Selbst bei den typisch fiebernden Patienten konnten drei verschiedene Reaktionsformen beschrieben werden: Neben einer mittleren, ausgeglichenen fanden sich zwei einander polare Verlaufsformen: Eine beschleunigte Reaktion mit der von allen höchsten Fieberausbildung und eine verzögerte Reaktion mit etwas niederem Fieber. Diese entdeckte Ordnung wurde als Auswertungsgrundlage der Untersuchungen zur Wirkung des Mistelfiebers genommen. Dabei ergab sich, dass das typische Mistelfieber zu deutlichen Veränderungen in Richtung Normalisierung bei den Untersuchungen und zu einer guten Besserung des Allgemeinbefindens führte. Bei den Reaktionsformen des typischen Mistelfiebers wurden die ausgeprägtesten Wirkungen zur Normalisierung hin bei ausgeglichen Fiebernden gefunden. Wich der Fieberverlauf vom typischen Mistelfieber in Richtung zu schwacher bzw. zu starker Reaktion ab, so führte dies nur zu geringen Veränderungen bzw. es fand eine Verschlechterung statt. Aufgrund seiner Besonderheit wurde da typische Mistelfieber auch auf seinen Wesensgliederbezug hin untersucht. Hier fand sich im Mistelfieberverlauf ein gesetzmäßig wandelndes Verhältnis der Wesensglieder zueinander. Dasselbe galt auch für die gesamte Fiebertherapie im Verlauf mehrerer Injektionen. Im Zusammenhang mit dem tagesphysiologischen Wärmeverhalten des gesunden menschlichen Organismus wurde die Metamorphose des Mistelfiebers als „verstärkter, verlängerter und intensivierter Tagesgestus" und damit ein besonderer Bezug zur Ich-Organisation des Menschen beschrieben. Zuletzt konnte in Verbindung mit der dreigliedrigen Wärmeorganisation und des Rhythmischen Systems des Menschen ein misteltypischer Wesenszug charakterisiert werden, der als Heilimpuls in gegenbildlichem Zusammenhang zum Wesen der Krebserkrankung steht.

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