Person und Bewusstsein im "Hirntod"-Konzept aus neurologischer Perspektive

Zusammenfassung

Der Artikel erörtert die Probleme, die aus dem sog. „Hirntod“-Konzept erwachsen, aus neurologischer Perspektive. Ausgehend von der verbreiteten und im Transplantationsgesetz so formulierten Annahme, dass der irreversible Funktionsausfall des Gehirns, eines Teils eines Organs des Menschen, mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen sei, führt der Autor die Unzulänglichkeit dieser These anhand mehrerer Belege aus. Die Argumentation stützt sich dabei u. a. auf Arbeiten von Alan Shewmon, einem US-amerikanischen Neurologen und Pionier einer wissenschaftlich kritischen Haltung zum Konzept des Hirntods. Dass eine reine naturwissenschaftliche Erfassung des Hirntods ohne Einbezug der – offenbar auch unabhängig davon existierenden – Bewusstseinsebenen zu kurz greift, wird mit Bezug auf die von Rudolf Steiner entworfene Dreigliederung des Menschen sowie auf beobachtbare neurologische Phänomene und die sog. Nahtoderlebnisse erörtert. Den Artikel runden Empfehlungen zum medizinisch-ethischen Umgang mit der für alle Beteiligten extrem herausfordernden Situation einer (potenziellen) Transplantation ab. Zentrale Bedeutung erlangt dabei der formulierte Patientenwille des Spenders und die damit verbundene Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung, die Kontroversen, unterschiedliche Gesichtspunkte und ungelöste Fragen des „Hirntod“-Konzepts einbezieht.

Der gesamte Artikel ist in Merkurstab Online verfügbar: https://www.anthromedics.org/DMS-20378-DE.

 

Research news

Real World Data Study: Factors Associated with Self-Reported Post/Long-COVID    
Little evidence exists on the risk factors that contribute to Post/Long-COVID (PLC). In a recent prospective study, 99 registered people reported suffering from PLC symptoms - most commonly from fatigue, dyspnea, decreased strenght, hyposmia, and memory loss. The study results show, for example, that people, who suffered from COVID-19-associated anxiety, hyposmia, or palpitations were up to eight times more at risk of developing PLC than people without these symptoms. Individuals who suffered from fatigue during COVID-19 treatment were seven times more at risk to develop PLC fatigue than those who did not show this symptom. Overall, the results revealed that 13% of the study participants who had previously suffered from COVID-19 subsequently reported having PLC. The article is published open access: 
https://doi.org/10.3390/ijerph192316124.


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