Onkologie I Gastrointestinale Symptome I Obstipation Arzneitherapie

  • Bei Atonie mit zu geringer Propulsion:
    Bitterstoffe (z. B. Amara- oder Gentiana-Tropfen, siehe auch https://www.anthromedics.org/PRA-0703-DE)

  • Besonders bei gleichzeitig bestehendem Meteorismus:
    Absinthium/Caryophylli comp. Dil. WELEDA 3 x tgl. 12 Tr.
    Wermut aktiviert die Peristaltik im oberen Gastrointestinaltrakt, die ätherischen Öle der Nelkensamen wirken durchwärmend, Anis entkrampft und reguliert die Darmmotilität.

  • Bei Obstipation:
    Hepatodoron Tbl. WELEDA 3 x tgl. 2 – 4 Tbl. zu Beginn der Mahlzeit kauen
    Choleodoron Tr. WELEDA 3 x tgl. 10 – 20 Tr. nach der Mahlzeit
    Digestodoron WELEDA 3 x tgl. 2 Tbl. zu Beginn der Mahlzeit kauen oder 4 x tgl. 15 Tr.

  • Bei spastischer Obstipation und bei Chemotherapie assoziierter Obstipation (ausgelöst durch die Antiemese mit Serotoninantagonisten, kann sehr hartnäckig über mehrere Tage bis zu einer Woche anhalten):
    Carpellum Mali comp. Trit. WELEDA 3 – 6 x tgl. 1 Msp. nach dem Essen
    Beginn am Tag vor der Chemotherapie mit 1 kräftigen Messer- bis Teelöffelspitze 3 x tgl., ab dem Tag der Chemotherapie 3–6 x tägl. 1 kräftige Messer- bis Teelöffelspitze. Anfangs eher 6 x tägl., danach schrittweise Reduktion, z. B. 4 x tägl., dann 3 x tägl. Dosierung entsprechend der Stuhlgangfrequenz, wodurch die Patienten ihre eigene Dosierung finden.

 

Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland/GAÄD, Medizinische Sektion am Goetheanum (Hg.) Vademecum Anthroposophische Arzneimittel. 4. Aufl. München 2017. www.vademecum.org

Debus M. Medikamentöse Begleitbehandlung bei onkologischen Erkrankungen. Der Merkurstab 2009;62(4):320-325.