Pflege und Äußere Anwendungen bei Inappetenz, Übelkeit und Erbrechen

Inappetenz

  • Ingwertee oder Ingwerwasser (auf nüchternen Magen trinken)
    wirkt durchwärmend in den tieferen Bereichen des Stoffwechsels, sehr hilfreich auch während einer Chemotherapie (1).

Besonders geeignet bei morphininduzierter Inappetenz und Übelkeit, die häufig mit Mundtrockenheit und Müdigkeit einhergehen:

  • Zitronensaft oder Grapefruitsaft
    Die Fruchtsäure wirkt besonders auf die Tätigkeit des Astralleibs, sowohl durch den erfrischenden Geschmack als auch durch die Anregung der Speichelsekretion.
  • Bitterstoffhaltige Tees, z. B. Wermuttee
  • Baucheinreibung mit Oxalis Folium 10 % Salbe WELEDA

Übelkeit und Erbrechen

  • Kleine Mahlzeiten essen, in aufrechter Haltung essen.
  • Für gute Gerüche sorgen, lüften.
  • Zitronensaft: einige Tr. bis 1 TL mehrmals täglich oder Zitronenscheibe auslutschen zur Prophylaxe und Therapie morphininduzierter Übelkeit (siehe auch Kapitel „Inappetenz“).

Bei chemotherapie- oder morphininduzierter Übelkeit (siehe auch Kapitel „Inappetenz“) (2):

  • Ingwertee oder Ingwerstäbchen 
  • Füße behandeln: Bewegung, Einreibung, Fußreflexzonenmassage (etwa in der Mitte des rechten Fußgewölbes).
  • Kamillenbauchwickel
    wirkt entkrampfend bei Erbrechen.
  • Melissenöl-Bauchauflage mit Melissenöl WALA (Zusammensetzung: Carvi aetheroleum, Foeniculi amari fructus aetheroleum, Melissa officinalis ex herba 5 %, Origanum majorana ex herba 5 %) wirkt entkrampfend, durchwärmend (siehe auch:
    www.pflege-vademecum.de/melissenoel_bauchwickel.php )

Research news

Pilot study on the clinical effect of yarrow liver compresses
Liver compresses are commonly applied in integrative cancer treatment and are believed to have an energizing effect. A randomized pilot study was conducted to investigate the influence of yarrow liver compresses on the autonomic nervous system by analyzing heart rate variability in metastatic cancer patients undergoing radiotherapy and suffering from cancer-related-fatigue. The study found that this application led to increased sympathetic activity during daytime in the intervention group, whereas in the control group, which did not receive any external application, increased parasympathetic activity. The study is open access:
https://doi.org/10.1177/15347354221081253