Pflege und Äußere Anwendungen bei Inappetenz, Übelkeit und Erbrechen

Inappetenz

  • Ingwertee oder Ingwerwasser (auf nüchternen Magen trinken)
    wirkt durchwärmend in den tieferen Bereichen des Stoffwechsels, sehr hilfreich auch während einer Chemotherapie (1).

Besonders geeignet bei morphininduzierter Inappetenz und Übelkeit, die häufig mit Mundtrockenheit und Müdigkeit einhergehen:

  • Zitronensaft oder Grapefruitsaft
    Die Fruchtsäure wirkt besonders auf die Tätigkeit des Astralleibs, sowohl durch den erfrischenden Geschmack als auch durch die Anregung der Speichelsekretion.
  • Bitterstoffhaltige Tees, z. B. Wermuttee
  • Baucheinreibung mit Oxalis Folium 10 % Salbe WELEDA

Übelkeit und Erbrechen

  • Kleine Mahlzeiten essen, in aufrechter Haltung essen.
  • Für gute Gerüche sorgen, lüften.
  • Zitronensaft: einige Tr. bis 1 TL mehrmals täglich oder Zitronenscheibe auslutschen zur Prophylaxe und Therapie morphininduzierter Übelkeit (siehe auch Kapitel „Inappetenz“).

Bei chemotherapie- oder morphininduzierter Übelkeit (siehe auch Kapitel „Inappetenz“) (2):

  • Ingwertee oder Ingwerstäbchen 
  • Füße behandeln: Bewegung, Einreibung, Fußreflexzonenmassage (etwa in der Mitte des rechten Fußgewölbes).
  • Kamillenbauchwickel
    wirkt entkrampfend bei Erbrechen.
  • Melissenöl-Bauchauflage mit Melissenöl WALA (Zusammensetzung: Carvi aetheroleum, Foeniculi amari fructus aetheroleum, Melissa officinalis ex herba 5 %, Origanum majorana ex herba 5 %) wirkt entkrampfend, durchwärmend (siehe auch:
    www.pflege-vademecum.de/melissenoel_bauchwickel.php )

Neues aus der Forschung

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum und Autismus bei Jungen im Kleinkindalter
In einer Kohortenstudie in Japan wurden die Daten von 84.030 Mutter-Kind-Paaren hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum der Kinder im Alter von einem Jahr und der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASD) durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren untersucht. Die Datenerhebung verlief über eine Befragung der täglichen Bildschirmnutzungsdauer der Kinder im Alter von einem und drei Jahren sowie einer Befragung nach der Diagnose ASD durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren. Die Studie belegt: Ausgedehnter elektronischer Bildschirmmedienkonsum im Alter von einem Jahr verdreifacht bei Jungen die Diagnose eines Autismus im Alter von drei Jahren. Dieser Effekt ist dosisabhängig (https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.5778). Daher "Bildschirmfrei bis drei!": 
https://bildschirmfrei-bis-3.de/


Weiterführende Informationen zur Anthroposophischen Medizin