Einführung

Die wachsende Antibiotika-Resistenz weltweit erfordert einen wesentlich zurückhaltenden Gebrauch von Antibiotika bei akuten Infektionserkrankungen. Was kann in dieser Situation die Anthroposophische Medizin leisten? Welche Möglichkeiten bietet sie, um die Therapie nicht nur auf den Erreger, sondern auf die therapeutische Lenkung und Unterstützung der entzündlichen Antwort des Patienten zu richten – seine immunologischen Ressourcen zu stärken, akut und präventiv? Welche Vorgehensweisen haben sich bewährt? Welchen Nutzen kann die Anthroposophische Medizin bei akuten Infektionserkrankungen für den Patienten haben, akut und längerfristig?

Für häufige Infektionserkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter stellen wir im Folgenden multiprofessionelle Therapiekonzepte der Anthroposophischen Medizin vor.

 Abb. «Kranker in der Nacht» von Ernst Ludwig Kirchner. © akg-images

Neues aus der Forschung

Praxisbezogene Forschung zu komplementären und integrativen Therapien in der klinischen Schmerzbehandlung 
In einer systematischen Übersichtsarbeit wurden 23 Studien (mit 8464 Patienten) ermittelt, die die Gütekriterien zur Evaluation individualisierter, komplementärer und integrativer Schmerztherapien erfüllten. Die Studien umfassten Chiropraktik, Akupunktur, multimodale individualisierte Interventionen/Programme, Physiotherapie und anthroposophische Therapien. Zwischen 53% und 91% der Teilnehmenden blieben bis zum jeweiligen Studienende dabei. Obwohl alle Studien über positive Auswirkungen auf verschiedene Schmerzzustände berichteten, sollte eine künftige praxisbezogene CAM- und IM-Forschung umfassender und wissenschaftlicher durchgeführt werden. Ergebnisse, Empfehlungen und der Call-to-Action sind veröffentlicht unter: 
https://doi.org/10.1093/pm/pnab151


Weiterführende Informationen zur Anthroposophischen Medizin