Arzneitherapie bei Diarrhoe

  • Bei Diarrhoe:
    Birkenkohle comp. Kps. WELEDA bzw. Carbo Betulae comp. Tbl. WELEDA CH  2 pro Entleerung bzw. 3 x tgl. bis stdl.
    oder
    Bolus alba comp. Pulver WALA 1 – 3 TL tgl. jeweils in 200 ml Flüssigkeit 

  • Bei Diarrhoe und Erbrechen:
    Bolus alba comp. Pulver WALA stdl. 1 Msp. 

  • Bei Schädigung der Dünndarmmukosa durch Chemotherapie oder Strahlentherapie:
    Digestodoron® WELEDA 3 x tgl. 2 Tbl. zu Beginn der Mahlzeit kauen oder 4 x tgl. 15 Tr.
    oder
    zusätzlich zur Anregung der renalen und hepatischen Entgiftungsfunktion unter Chemotherapie:
    Aquilinum comp. Globuli velati WALA 3 x tgl. 7 – 10 Glob. oder 1 x tgl. 1 Amp. per os

  • Bei Schleimhautschädigung unter Strahlentherapie:
    Stibium arsenicosum D6 Trit. WELEDA 3 x tgl. 1 Msp.
    oder
    hierbei mit besonders schleimigen Diarrhoen:
    Geum urbanum D1 WELEDA 3 – 6 x tgl. 10 Tr.

  • Bei Enterocolitis mit schleimigen Durchfällen und hohem Flüssigkeitsverlust:
    Quarz Pulver 50 % WELEDA 5 x tgl. ¼ TL mit etwas Flüssigkeit einnehmen

  • Bei unstillbaren Diarrhoen bei GvHD nach Knochenmarktransplantation:
    Luvos-Heilerde magenfein 3 x tgl. 1 TL

  • Diarrhoe bei Bestrahlung des Rektums im Rahmen einer (neo)adjuvanten Radiochemotherapie bei Rektumkarzinom. Im letzten Therapiedrittel ist in der Regel mit lokalen Reizerscheinungen und Durchfällen zu rechnen.
    Lokal: Mercurialis Salbe WALA und Mercurialis comp. Supp. WALA 
    oder
    Bolus alba comp. Pulver WALA
    Stibium arsenicosum D6 Trit. WELEDA 3 x tgl. 1 Msp.
    Geum urbanum D1 WELEDA 3 – 6 x tgl. 10 Tr.

Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland/GAÄD, Medizinische Sektion am Goetheanum (Hg.) Vademecum Anthroposophische Arzneimittel. 4. Aufl. München 2017. www.vademecum.org



Neues aus der Forschung

Kunsttherapie bei Angstzuständen: In ihrer 2020 veröffentlichten Dissertation untersuchte Annemarie Abbing die Wirksamkeit der Kunsttherapie bei der Behandlung von Angstzuständen. Die Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie (n=59) erbrachten vorläufige Wirksamkeitsbelege: Eine dreimonatige anthroposophische Kunsttherapie führte bei den Frauen zu einer deutlichen Verringerung der Schwere der Angstsymptome im Vergleich zu einer Wartenlistenbehandlung. Die Therapie verbesserte auch die Lebensqualität und verschiedene Aspekte der Selbstregulierung. Der zweite Teil der Doktorarbeit konzentrierte sich auf die Methodik von Fallberichten und die Entwicklung von Forschungsinstrumenten in diesem Bereich. Die Dissertation ist verfügbar unter 
https://scholarlypublications.universiteitleiden.nl/handle/1887/83276. 


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