Arzneitherapie bei Singultus

Zentrale Arzneimittel in der Behandlung des persistierenden Singultus sind Kupfer als durchwärmendes und die Entspannung förderndes Metall sowie pflanzliche Präparate aus der Familie der Nachtschattengewächse, besonders Nicotiana tabacum (krampflösend) und Hyoscyamus niger (rhythmisierend und beruhigend):

Aurum/Hyoscyamus comp. WELEDA
oder 
Cuprum aceticum comp. WALA
oder 
Cuprum aceticum D4 WELEDA 1 Amp. s.c. über dem Epigastrium
oder
Cuprum aceticum D5/Zincum Valerianicum D5 WELEDA 1 bis mehrmals tgl. 1 Amp. s.c.

Ebenfalls in Betracht kommt:
Tabacum Cupro cultum Rh D3 WELEDA 1 Amp. s.c. ins Epigastrium

Zur Steigerung der Wirksamkeit der Injektionen kombinieren mit:
Nervus phrenicus D15 – D30 WALA 3 x wöch. bis 1 x tgl. 1 Amp. s.c.

Oral kommen in Betracht: 
Hyoscyamus Rh D3 Dil. WELEDA 3 x tgl. 10 Tr.
oder
Hyoscyamus D6 Glob. WALA alle 1 – 2 Std. 7 Glob. 
ggf. in Kombination mit 
Mygale comp. Dil. WELEDA alle 1 – 2 Std. 5 – 10 Tr.

 

Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland/GAÄD, Medizinische Sektion am Goetheanum (Hg.) Vademecum Anthroposophische Arzneimittel. 4. Aufl. München 2017. www.vademecum.org

Debus M. Medikamentöse Begleitbehandlung bei onkologischen Erkrankungen. Der Merkurstab 2009;62(4):320-325.



Neues aus der Forschung

Mistelharz: Zukunftspotential der onkologischen Misteltherapie  
Eine neu entwickelte Mistelharz-Creme zur topischen Anwendung führte bei nicht melanotischen Karzinomen der Haut in mehreren Fällen zu beachtlichen Remissionen, die einen chirurgischen Eingriff verzichtbar machten. Hier zeigt sich ein bisher ungenutztes Entwicklungspotential der onkologischen Misteltherapie. Der vollständige Beitrag ist im Dezember 2021 erschienen in "Der Merkurstab": 
https://doi.org/10.14271/DMS-21429-DE


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