Heileurythmie bei abdominellen Schmerzen

Bei Schmerzproblematiken ist es meist sinnvoll, erst in der Peripherie anzusetzen und dort in eine flüssige Bewegung zu kommen. Wenn dies gelungen ist, geht man mit dem entstandenen Bewegungsstrom zu der krampfartig verdichtenden Bewegung, die durch den Schmerz hervorgerufen wird, um diese Verdichtung gewissermaßen zu „überschwemmen“ und dadurch in eine Auflösung oder zumindest Auflockerung zu kommen.

Therapeutische Empfehlungen

  • Lemniskatisches Schwingen der Bewegung
    Die hier wirksamen Laute sind vor allem I, Finger-I und S, die Lautreihe L – M – S und Ei, um die Bewegung in ein lemniskatisches Schwingen zu bringen, vergleichbar dem  Wiegen eines Kindes. Dabei kann der Einsatz einer Kupferkugel sehr hilfreich sein (sog. Kugel-Lemniskate).

  • Bei Bauchschmerzen M und D
    Hilfreich sind bei Bauchschmerzen insbesondere auch M und D. Das M ist sozusagen der „Wunderlaut“ in der Bewegung, der in sanfter intimer Weise das Strömen im Flüssigkeitsorganismus anregt und dadurch zu Entspannung führt.

  • Lautbewegung L und D
    Auch ein kleines L und D mit den Füßen oder Zehen können hier besänftigend wirken. Bei Schmerzen kann es auch sinnvoll sein, die Füße passiv zu bewegen, weil durch das sich vertiefende Wohlgefühl eine Lockerung oder Lösung entsteht. Oft schlafen die Patienten dann ein.

Neues aus der Forschung

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum und Autismus bei Jungen im Kleinkindalter
In einer Kohortenstudie in Japan wurden die Daten von 84.030 Mutter-Kind-Paaren hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum der Kinder im Alter von einem Jahr und der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASD) durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren untersucht. Die Datenerhebung verlief über eine Befragung der täglichen Bildschirmnutzungsdauer der Kinder im Alter von einem und drei Jahren sowie einer Befragung nach der Diagnose ASD durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren. Die Studie belegt: Ausgedehnter elektronischer Bildschirmmedienkonsum im Alter von einem Jahr verdreifacht bei Jungen die Diagnose eines Autismus im Alter von drei Jahren. Dieser Effekt ist dosisabhängig (https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.5778). Daher "Bildschirmfrei bis drei!": 
https://bildschirmfrei-bis-3.de/


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