Rhythmische Massage bei Obstipation

Zu den allgemeinen Behandlungsansätzen der Rhythmischen Massage bei Obstipation gehören die Förderung der peristaltischen Funktion, das Lösen der verkrampften Nacken-, Bauch- und Lumbalmuskulatur, Kräfteaufbau, Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems, Vermittlung von Ruhe und Entspannung und die Vermittlung eines kohärenten Leiberlebens im Sinne von: ich fühle mich wohl in meinem Leib.

Therapeutisches Vorgehen

  • Bauchmassagen
    Die Gestaltung der Gesten erfolgt gründlich und intensiv, besonders in der Lösephase.
    Gezieltes Einsetzen von Friktionen und Vibrationen zur Aktivierung der Darmperistaltik.
    Solarplexus-Abstrich mit
    Oxalis e planta tota W 10 % Öl WALA bei vorhandenen Schmerzen.

  • Nacken-Ableitung
    Zur Anregung und Belebung, nach dem Polaritätsprinzip: hinten-oben, vorne-unten.

  • Beckenbehandlung
    Zur Durchwärmung der Nervenplexus im Bereich des Darmausgangs: gründlich, mit intensiven Friktionen im Gebiet zwischen Darmbeinkamm und LWS, tiefe Knetungen der Glutaeen.

  • Beinmassagen, ggf. Hüftbehandlung in Seitenlage
    Plastisch-ableitende Beinbehandlungen, zur Förderung der Ausscheidung und Regulation von Stauungen.

  • Niereneinreibung, ggf. in Seitenlage mit Argentum metallicum praep. Salbe 0,4 % WELEDA oder Torföl mit Silber WANDIL oder Torföl mit Equisetum WANDIL. 
    Zur allgemeinen Anregung der Organfunktion mit Kupfer Salbe rot WALA oder Torföl mit Kupfer WANDIL. 


  • Bauchwickel mit Kümmelöl
    haben sich ebenfalls als wertvolle Unterstützung zur Therapie erwiesen und können in Kombination vor bzw. nach der Behandlung angewendet werden.

Neues aus der Forschung

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum und Autismus bei Jungen im Kleinkindalter
In einer Kohortenstudie in Japan wurden die Daten von 84.030 Mutter-Kind-Paaren hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum der Kinder im Alter von einem Jahr und der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASD) durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren untersucht. Die Datenerhebung verlief über eine Befragung der täglichen Bildschirmnutzungsdauer der Kinder im Alter von einem und drei Jahren sowie einer Befragung nach der Diagnose ASD durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren. Die Studie belegt: Ausgedehnter elektronischer Bildschirmmedienkonsum im Alter von einem Jahr verdreifacht bei Jungen die Diagnose eines Autismus im Alter von drei Jahren. Dieser Effekt ist dosisabhängig (https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.5778). Daher "Bildschirmfrei bis drei!": 
https://bildschirmfrei-bis-3.de/


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