Heileurythmie bei Inappetenz, Übelkeit und Erbrechen

Inappetenz

Für das therapeutische Ziel gilt, durch Freude an der Bewegung den Astralleib zum „Einverleiben“ anzuregen, um so ein Wohlgefühl und das Bejahen seiner selbst zu stärken. Dadurch wird die Grundlage zur Freude an der Welt geschaffen.
Über das erlebende Gestalten von Polaritäten kann das Rhythmische System, die seelische Mitte, wieder in Schwingung gebracht werden, was den inneren Appetit der Seele weckt.

In der Abwechslung von Abgrenzung und Wohlgefühl kann der Astralleib wieder beweglich werden:

  • ein heiteres E und dagegen ein fließendes A im Wechsel geübt,

  • aber auch durch atmende Übungen wie „Ballen und Lösen“

  • und „Sympathie“ und „Antipathie“.

Die Lautbewegungen sollten nach unten führen durch Schreiten im Rhythmus, z. B. im Spondeus, um die Lebenswillenskräfte anzuregen. Wenn man einen Schritt wie das I macht und das Bein dann von der Seite aus heranzieht, stärkt sich dadurch das Selbst und verankert sich in der Welt.

  • Bei Leberfunktionsstörung L oder L – M – O
    Wenn ein organisches Problem, z. B. eine Leberfunktionsstörung vorliegt, kann heileurythmisch gezielt die Leber gestärkt werden mit der Lautbewegung L oder L – M – O .

  • Toneurythmisch auf- und absteigende Tonfolgen
    Auf- und vor allem absteigende Tonfolgen bewegen, Dur und Moll, mit Schwerpunkt auf Moll, um das Wohlgefühl zu stärken und die Ich-Organisation wieder in den Leib „herein zu locken“.

Übelkeit und Erbrechen

  • Lautbewegung E
    Das E führt die Ich-Organisation und den Astralleib wieder ordnend in Ätherleib und physischen Leib hinein. Es ist sinnvoll, mit den Übungen an der Peripherie anzusetzen und den überempfindlichen Astralleib, der unter Umständen schon auf Essensgerüche mit Übelkeitsgefühl reagiert aus seiner übermäßigen Umkreisorientierung heraus, wieder in die Mitte hineinzuführen.
    E oder I peripher mit den Fingern oder Zehen beginnen, dann nach proximal über Füße und Beine die Bewegung weiterführen, dabei immer die Richtung nach unten betonen. 

  • Lautbewegung A – U – M
    Hilfreich sind auch A – U – M mit den Füßen, liegend oder sitzend, sowie das horizontale „Leber-L“, und das M , um die Ausatmung zu stärken.

  • Ur-S, I und D
    Ur-S
    und I , nach unten führen. Auch das D , mit Einbezug des Rückens, unterstützt die Ich-Organisation darin, die Leiblichkeit zu durchdringen und sich wieder neu im Raum und in der Schwerkraft zu verankern.

  • Toneurythmisch: absteigende Tonfolgen und Moll

Neues aus der Forschung

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum und Autismus bei Jungen im Kleinkindalter
In einer Kohortenstudie in Japan wurden die Daten von 84.030 Mutter-Kind-Paaren hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum der Kinder im Alter von einem Jahr und der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASD) durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren untersucht. Die Datenerhebung verlief über eine Befragung der täglichen Bildschirmnutzungsdauer der Kinder im Alter von einem und drei Jahren sowie einer Befragung nach der Diagnose ASD durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren. Die Studie belegt: Ausgedehnter elektronischer Bildschirmmedienkonsum im Alter von einem Jahr verdreifacht bei Jungen die Diagnose eines Autismus im Alter von drei Jahren. Dieser Effekt ist dosisabhängig (https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.5778). Daher "Bildschirmfrei bis drei!": 
https://bildschirmfrei-bis-3.de/


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