Heileurythmie bei Diarrhoe

Therapeutische Empfehlungen

  • Formkräfte stärkendes N
    Das N stärkt die Formkräfte bei Diarrhoe besonders (1, S. 61); die Ich-Organisation wirkt über den Astralleib in den Ätherleib hinein am stärksten, wenn man das N in der Peripherie mit z. B. nur einem Fuß – um die Konzentration und damit die Zentrierung zu stärken –, dann aufwärts über Unterschenkel bzw. Oberschenkel bis hin zum Beckenboden übt, danach den zweiten Fuß, erst dann beide zusammen. Dasselbe mit den Händen, erst eine Hand, dann die andere, dann beide zusammen, jeweils Hände, Unterarm, Oberarm usw. bis zum Schultergürtel.

  • Lautbewegung E und H
    Anschließend die Lautbewegung E , weil „es die Ich-Organisation im Ätherleib fixiert“ (1), abwechselnd oder gleichzeitig mit H nach innen greifend.

  • Rhythmen und Gegenrhythmen
    Rhythmen und Gegenrhythmen, Füße gegen Hände, M hinaustastend, N zurücknehmend schreiten, dabei das Heben, den Willensimpuls, betonend und den Körper zusammenziehend.
    O – E oder B – D, Peripherie und Zentrum verbindend.
    Anfang der Evolutionsreihe B – M – D – N üben, um Halt zu bilden und die leibbildenden Kräfte zu unterstützen; abschließend U, vom Gesäß aus.

  • Toneurythmisch: Quarte

  • Bei geschwächten Lebenskräften: L und M
    Neben der Unterstützungsbedürftigkeit der Formkräfte sind häufig auch die Lebenskräfte selbst stark geschwächt und die Atmung flach. Dann sind die Laute L und M hilfreich; das L Formpol-betont ausgeführt und das M im Moment der Bewegungsumkehr (Wendemoment) besonders wach geführt.

1 Steiner R. Heileurythmie. GA 315. Vortrag vom 15.04.1921. 5. Aufl. Basel: Rudolf Steiner Verlag; 2003.


Neues aus der Forschung

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum und Autismus bei Jungen im Kleinkindalter
In einer Kohortenstudie in Japan wurden die Daten von 84.030 Mutter-Kind-Paaren hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum der Kinder im Alter von einem Jahr und der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASD) durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren untersucht. Die Datenerhebung verlief über eine Befragung der täglichen Bildschirmnutzungsdauer der Kinder im Alter von einem und drei Jahren sowie einer Befragung nach der Diagnose ASD durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren. Die Studie belegt: Ausgedehnter elektronischer Bildschirmmedienkonsum im Alter von einem Jahr verdreifacht bei Jungen die Diagnose eines Autismus im Alter von drei Jahren. Dieser Effekt ist dosisabhängig (https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.5778). Daher "Bildschirmfrei bis drei!": 
https://bildschirmfrei-bis-3.de/


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