Aszites

Beim Aszites handelt es sich um eine Ansammlung von freier, aus den Zirkulationsprozessen der Lebensorganisation herausgefallener, Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Das Peritoneum ist ein „Flüssigkeit atmendes Organ”, auf dessen Oberfläche von 2m² zwischen Peritoneum viszerale und parietale ständig Flüssigkeit gebildet und wieder resorbiert wird. Das äußere, parietale Blatt ist sehr schmerzempfindlich und bewusstseinsnah, was bei Punktionen eine Rolle spielt; es zeigt somit eine Beziehung zur Empfindungs- und Bewusstseinsorganisation (astralische Organisation). Das den Bauchorganen unmittelbar anliegende viszerale Blatt enthält keine Schmerzfasern und zeigt sich mehr der bewusstseinsfernen Lebensorganisation verwandt. So wie jedes Einatmen einem leisen Aufwachen gleicht, jede Ausatmung hingegen eine leise Einschlaftendenz bewirkt, schwingen Flüssigkeitssekretion und –resorption rhythmisch atmend zwischen den beiden Peritonealblättern und bewirken den hauchdünnen Flüssigkeitsfilm, durch den die Blätter sich elastisch dem stark wechselnden Volumen des Abdomens anpassen können.

Bei der Aszitesbildung, die am häufigsten durch Verhärtungsprozesse im Rahmen einer Peritonealkarzinose oder Metastasenleber auftritt, ist das Gleichgewicht zwischen Produktion und Wiederaufnahme von Flüssigkeit gestört. Die Ablagerung der Flüssigkeit weist auf eine unzureichende Wirksamkeit der Lebensorganisation hin, die nicht mehr von der Empfindungsorganisation „durchatmet” wird. Die Flüssigkeit lagert sich, der Schwerkraft folgend, im „dritten Raum“ ab und wird nicht mehr ausreichend in die Lebensprozesse des Patienten integriert.

Sie fühlt sich für den Patienten schwer und kühl an im Sinne eines mangelhaften Eingreifens auch der Ich-Organisation. Aszites kann einen enormen Druck auf die benachbarten Organe ausüben, mit der Folge von Inappetenz, Übelkeit, Erbrechen, verminderter Peristaltik, Meteorismus und Obstipation.

Die Therapie des Aszites braucht dementsprechend einen multimodalen Ansatz, der sich neben einer (nicht sehr erfolgversprechenden) diuretischen Therapie und evtl. notwendigen entlastenden Punktionen auf die Unterstützung der Lebensorganisation, der Empfindungsorganisation und der Ich-Wirksamkeit bezieht.

Neues aus der Forschung

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum und Autismus bei Jungen im Kleinkindalter
In einer Kohortenstudie in Japan wurden die Daten von 84.030 Mutter-Kind-Paaren hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen hohem Bildschirmmedienkonsum der Kinder im Alter von einem Jahr und der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASD) durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren untersucht. Die Datenerhebung verlief über eine Befragung der täglichen Bildschirmnutzungsdauer der Kinder im Alter von einem und drei Jahren sowie einer Befragung nach der Diagnose ASD durch einen Arzt oder eine Ärztin im Alter von drei Jahren. Die Studie belegt: Ausgedehnter elektronischer Bildschirmmedienkonsum im Alter von einem Jahr verdreifacht bei Jungen die Diagnose eines Autismus im Alter von drei Jahren. Dieser Effekt ist dosisabhängig (https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.5778). Daher "Bildschirmfrei bis drei!": 
https://bildschirmfrei-bis-3.de/


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