Einführung

Beim Meteorismus liegt eine übermäßige Gasbildung als Ausdruck einer Verselbständigung des Luftorganismus vor, der sich nicht mehr mit dem Flüssigen durchmischt. Der geblähte Bauch wird hart und zeigt eine kugelförmige, „kopfartige“ Kontur. Die Tätigkeit des Astralleibs stockt und greift nur ungenügend in die Nahrungsverarbeitungsvorgänge im flüssigen Milieu des Dünndarms ein.

Die Ursachen sind vielfältig: mangelnder Nahrungsabbau durch Maldigestion, Störungen der Peristaltik bei (Sub)Ileus oder ausgeprägter Obstipation, Pfortaderhochdruck – z. B. bei ausgeprägter Lebermetastasierung – und Aszitesbildung. Gemeinsam ist fast allen diesen Zuständen, dass sich der Flüssigkeitsorganismus als Ausdruck der Lebensorganisation vom Luftorganismus als Ausdruck der Empfindungsorganisation (Astralleib) trennt, ersichtlich z. B. bei der Spiegelbildung im Rahmen eines Darmverschlusses oder den meteoristisch geblähten Darmschlingen, die auf dem Aszites „schwimmen“. Der Astralleib staut sich in diesem separierten Luftorganismus und ruft die für ein meteoristisches Abdomen typischen krampfartigen, kolikartigen Schmerzen hervor.

Therapeutisches Ziel ist es hier, eine gesunde Durchdringung des Luft- und Flüssigkeitsorganismus herbeizuführen und dadurch die krampfartigen Spannungszustände zu lösen.